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Recht / Zivilrecht 
Montag, 16.09.2019

Keine Handyfotos von Unfall

Ein Autofahrer, der an einem Unfall vorbeifährt und Fotos oder Videos macht, kann wegen vorsätzlicher verbotswidriger Benutzung eines Mobiltelefons zu einer Geldbuße verurteilt werden. Das hat das Amtsgericht Castrop-Rauxel entschieden (Az. 6 OWi – 267 Js OWi 1998/18 – 313/18, 6 OWi 313/18).

Der Autofahrer fuhr auf dem Mittelstreifen einer Autobahn. Als er an einem Unfall vorbeifuhr, hielt er das Handy über das Lenkrad in Richtung des Unfallfahrzeugs. Ein Polizist war eigens dafür abgestellt worden, um an der Unfallstelle Handyverstöße festzustellen. Für das AG stand fest, dass der Autofahrer den Unfall fotografiert oder gefilmt hatte. Anders wäre die Haltung des Mobiltelefons nicht zu erklären, so die Richter. Somit liege ein Handyverstoß vor und damit verbunden ein Bußgeld.

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